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„Für Digitalisierung gibt es kein Patentrezept“

29. April von Erhard Sammer in Ratgeber Digitalisierung

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6 MINUTEN LESEDAUER

Digitalisierungsexperte Martin Oblak, Sales Manager bei unserem Partner LNConsult, spricht über die Bedeutung einer externen Fachberatung für Digitalisierungsmaßnahmen in Unternehmen, das erforderliche Fundament dafür und die Zutaten seines „Rezepts“ für eine erfolgreiche Digitalisierung.

 

Digitalisierung erscheint vielen UnternehmerInnen als zu große, zu komplexe Aufgabe – daher wird sie gar nicht in Angriff genommen. Wie kann eine Fachberatung dazu beitragen, dass der erste Schritt doch gesetzt wird?

Martin Oblak: Kurz gesagt: Ein Digitalisierungsexperte kann mit seiner jahrelangen Erfahrung den Kunden optimal beraten, die richtigen, genau für das jeweilige Unternehmen passenden Digitalisierungsmaßnahmen aufzeigen und im Anschluss durchführen. Denn ein Patentrezept für Digitalisierung gibt es nicht! Jedes Unternehmen hat seine Besonderheiten, auf die man eingehen muss.

Was wird bei einer typischen Erstberatung mit dem Kunden besprochen?

Zunächst werden die generellen Anforderungen des Kunden erörtert: Was hat er überhaupt vor? Was sind seine Ziele? Wo steht er im Bereich der Digitalisierung überhaupt? Denn einige Kunden stehen noch ganz am Anfang, andere sind bereits ein paar Schritte weiter und benötigen eine sinnvolle Ergänzung.

Wie sieht dann der nächste Schritt aus?

Nachdem die Bestandsaufnahme erfolgt ist, überlegen wir uns im Team, wo die größten Optimierungspotenziale sind und welche Mehrwerte wir mit unseren Lösungen generieren können. Dafür schauen wir uns auch die bestehenden Prozesse genau an. Dann entwerfen wir ein Konzept für eine schrittweise Umsetzung – speziell für Kunden, die bei der Digitalisierung noch nicht so weit fortgeschritten sind. Dafür wählen wir jenen Teilbereich aus, in dem wir das größte Optimierungspotenzial für den Kunden sehen und empfehlen dort entsprechende Maßnahmen.

Welche Vorteile hat die schrittweise Vorgehensweise bei der Digitalisierung?

Die Digitalisierung von größeren Systemen in einem Unternehmen kann schnell ein sehr umfangreiches Projekt werden, mit einer langen Vorlauf- und Realisierungszeit. Hier macht es keinen Sinn, an zu vielen „Baustellen“ gleichzeitig zu arbeiten. Das heißt: Ich muss einmal eine Lösung fertig stellen, erst dann kann ich mit der Umsetzung der nächsten Lösung ­– die oft darauf aufbaut ­– beginnen. Außerdem beansprucht dieser Prozess oft auch die personellen Ressourcen im Unternehmen sehr stark. Häufig können diese dafür nicht freigespielt werden – umso wichtiger ist hier ein externer Partner, der das Projekt umfassend betreut.

Gibt es so etwas, wie eine Basis oder ein „Fundament“ für die Digitalisierung?

Eine notwendige Basis ist sicher eine gut funktionierende IT-Infrastruktur, besonders in Hinblick auf das datenübertragende Netzwerk: Denn fast alle Lösungen, die zum Einsatz kommen – die Bandbreite reicht von digitalen Labels bis hin zu autonomen Shuttles – basieren auf einer schnellen und stabilen Verbindung. Wird mit einem leistungsfähigen Netzwerk ein stabiles Fundament geschaffen, können wir sicherstellen, dass später auch alles optimal funktioniert. Ein erster Schritt, um die Ausgangssituation zu erheben, ist eine Funkausleuchtung: Mit dieser kann man sich rasch und kostengünstig anschauen, wie die Netzwerk-Situation im Betrieb wirklich aussieht, und ob Optimierungen vorgenommen werden müssen.

In welchen Branchen bzw. Segmenten werden Digitalisierungsmaßnahmen derzeit besonders stark nachgefragt? Welche sind die „Top-3“?

Eine starke Nachfrage verspüren wir in den Bereichen Handel und Logistik. Aber auch die Industrie und produzierende Unternehmen setzen vermehrt auf Digitalisierungsmaßnahmen. Wir bei LNConsult stehen aber sämtlichen Branchen und Unternehmen offen, die mit der Digitalisierung starten oder bereits bestehende Systeme erweitern möchten.

Welches Thema spielt bei der Digitalisierung derzeit die größte Rolle?

Ganz klar der Personalmangel: Für Unternehmen wird es immer schwieriger, Personal zu finden, ganz besonders qualifiziertes Personal. Hier kann Digitalisierung Abhilfe schaffen: Die MitarbeiterInnen, die bereits im Unternehmen sind, können sich so auf spezifische Tätigkeiten konzentrieren. Durch ausgewählte Digitalisierungs- und in weiterer Folge Automatisierungsmaßnahmen können vor allem gleichbleibende oder sich wiederholenden Arbeitsschritte und -prozesse optimiert werden.

Abschließend gefragt: Haben Sie ein persönliches Erfolgsrezept zur Digitalisierung?

Unsere Digitalisierungsprojekte sind natürlich alle sehr unterschiedlich, aber einige Regeln sind doch für alle gültig: Wie erwähnt, sollte man die Digitalisierung in sinnvolle Teilbereiche untergliedern und dann Schritt-für-Schritt vorgehen. Wichtig ist es auch, die internen personellen Ressourcen beim Kunden – und damit das vorhandene Know-how – für das Projekt freizuspielen. In Kombination mit einem externen Experten, der sein Fachwissen und seine Erfahrung in das Projekt mit einbringt, ­ist das sicher ein gutes „Rezept“ für eine erfolgreiche Digitalisierung.

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